Nachtgedanken im Mondlicht

 

Es spiegelt kühl und silbern,
der Mond sich wohl im Teich,
Es steht am Himmelsgewölbe,
der Mond so still und bleich
und bietet sich uns prachtvoll dar.
Die Nacht ist kalt und klar.

Es wacht die Nacht still über uns,
erklingt das Lied der Nachtigall.
Lausche, Freund, lausche wohl:
von Ferne klingt süßer Widerhall.
Aphrodite, geboren aus Schaum,
begegnet dir in deinem Traum.

Ein Traum weckt tiefe Sehnsucht
und lässt lodernd dich entbrennen.
Luna nur als Zeuge und eine Nachtigall:
Deine Liebe, du musst sie nun bekennen.
Es bleibt ein vergessener Liebesschwur:
Wohin ist die Liebe entschwunden nur?

Schwermütig zieht der Mond die Bahn
und bringt die wehen, bösen Schmerzen,
das Leid von verratener, treuloser Liebe
die tief sich fressen in gramgebeugte Herzen.
Tiefeinsam, ohne Hoffnung bleibt zurück:
eine trauende Seele, verlassen vom Glück.

Doch hörst du jetzt die Nachtigall?
Sie bringt dir noch ihr holdes Lied.
Fass zu, ergreif das Glück beim Schopfe:
Nun, so sei du deines Glückes Schmied!
Wahre Liebe, so übersehe sie nicht,
denn ihr Gewand ist oft sehr schlicht.

In den Tiefen des stillen Wassers,
spiegelt sich der Mond im Teich
und seine verborgene, magische Kraft
Macht die Herzen der Liebenden reich.
Die Nacht, sie weckt verborgene Triebe,
nun gib dich hin, der alles verzehrenden Liebe.

 

 

Im stillen Zauber der letzten Nacht

 

Im stillen Zauber der letzten Nacht
hörte ich die Blätter rauschen,
sah den Mond von Wolken verdunkelt,
roch den Duft voller Blüten,
fühlte den Wind in meinem Haar.

Die Nacht voller Stimmen
und doch voller Schweigen,
mein Herz klopfte heftig,
denn ich hörte deine Stimme
im Rauschen der Blätter
und ich schmeckte die Nacht.

Schritte kamen näher.
Schritte, die nur Dir gehören konnten.
Du brachtest den Duft der Nacht mit,
der in meine Nase stieg
und das Blut in meinem Körper
zum Pulsieren brachte.

Die Hand, die meinen Rücken streichelte
war sanft und weich.
Mein Körper wand sich
und meine Augen funkeln.
Ein heißerer Ton entrang sich meiner Kehle
und meine Krallen zerrissen Dich…

Im stillen Zauber der letzten Nacht.

 

 

Der Zauber einer fernen Nacht

 

Die Nacht verhüllt deinen Zauber,
der Mond taucht dich in Licht.
In deiner Schönheit stehst du vor mir,
und eine Ahnung erreicht mein Herz.
Meine Seele erhebt sich voll Sehnsucht,
unsichtbare Schwingen tragen mich dir entgegen.
Fliehe nicht vor mir, lass dich umfassen,
lass mich in dir ruhen, nur ein Wunsch:
ich möchte dich atmen, ich will dein sein
im Zauber dieser einen Nacht.
Ich folge deinem Weg und Trauer erfasst mich.
Nicht zu fassender Geliebter,
warum fliehst du mich?
Meine Seele weint,
und entschwunden ist
der Zauber einer fernen Nacht.

Sehnsucht verblasst,
Vergessen kommt.
Zeit ist vergangen.
Das Auge müde,
das Haar ergraut.
Ich sehe dich nicht,
ich höre dich nicht,
ich rieche dich nicht,
ich schmecke dich nicht,
ich fühle dich nicht.
Du bist Vergangenheit,
du bist Vergessen.
Kein Gedanke mehr
an dich,
an den Zauber einer fernen Nacht.

 

 

Der Mond

 

Der Mond steht am Himmel,
die Nacht ist dunkel.
Alles schläft, kein Ton,
die Nacht ist still.

Der alte Baum dort an der Wegbiegung,
steht da in tiefer Dunkelheit.
Er scheint ein gewaltig großer Troll,
entflohen aus dem Reich der Märchen.

Und der Mond scheint über der Nacht.

Der Wald ist unheimlich und still,
doch ist er voller Stimmen.
Ein Käuzchen ruft,
der Wolf heult in der Ferne.
Die Nachtigall sie singt ihr Lied.

Und der Mond scheint über der Nacht.

Philomele klagt über verlorene Liebe,
die silberne Luna lächelt auf ein Liebespaar herab.
Die zarten Töne weichen der Traurigkeit.
Ein einsames Herz entschwindet im Dunkel.

Und der Mond scheint über der Nacht.

Der Mond steht am Himmel, die Nacht ist dunkel.
Alles schläft, kein Ton, die Nacht ist still.

Lautlos schallt Philomeles Lied
zu Dir, silberne Luna.

 

 

Mondschatten

 

Weißer Sand zwischen den Zehen,
Rauschen des Meeres im Ohr,
Wind auf meiner Haut
und Mondschatten über mir.

Ich atme die salzige Luft
und mein Blick sucht dich
doch du hörst nicht meine stummen Worte.

Der Mond spiegelt sich in meiner Seele
und ich bin Luna
und ich will dir diese Nacht schenken.

Einen Traum will ich dir gewähren
Für diese eine Nacht.

Den Mondschatten über uns
und auf den Schwingen des Pegasus
in den Himmel tragen
alle Gedanken, Wünsche und Hoffnungen.

Für eine Nacht
zu einem wunderschönen Traum werden
für dich im Mondschatten.

Für eine Nacht
will ich Luna sein
für dich.

Für eine Nacht
im Mondschatten.

 

Serenade, nachts vor dem Fenster zu singen

 

Eine Träne sich aus deinem Auge stiehlt, mein Kind,
glitzert wie ein Diamant in stiller, tiefer Nacht.
Ein süßes Lied nun zu dir bringt, lauer Sommerwind.
Eine Träne sich aus deinem Auge stiehlt, mein Kind,
komm, Holde, in die Arme der Nacht geschwind,
denn über dem Himmel steht für uns Sternenpracht.
Eine Träne sich aus deinem Auge stiehlt, mein Kind,
glitzert wie ein Diamant in stiller, tiefer Nacht.

Die Röte steigt in deine scheuen Wangen,
du zitterst, schauderst vor den wilden Trieben
Im meinen Armen spür ich dein tiefes Bangen.
Die Röte steigt in deine scheuen Wangen,
Hör das Lied, dass uns die Nachtigallen sangen:
Es klingt von Nächten, wir solln uns innig lieben.
Die Röte steigt in deine scheuen Wangen,
du zitterst, schauderst vor den wilden Trieben.

Du zögerst noch, doch musst du nun bekennen,
dass du selbst zum Kusse reichst mir deine Lippen.
Mein banges Sehnen, drohte mich zu verbrennen.
Du zögerst noch, doch musst du nun bekennen,
Dass, seit dieser Nacht, Geliebte wir uns nennen,
und ich den süßen Nektar, den du schenkst, darf nippen.
Du zögerst noch, doch musst du nun bekennen,
dass du selbst zum Kusse reichst mir deine Lippen.

 

 

 

Lied der Nacht

 

Sing ein Lied für mich
in dieser stillen Nacht,
zünde eine Kerze an für mich
in dieser dunklen Nacht.

Sei mein Schatten
in dieser leeren Nacht,
sei meine Stimme
in dieser stummen Nacht.

Wärme mich
in dieser kalten Nacht,
und schweige mit mir
in dieser toten Nacht.

 

Dieses Gedicht könnt ihr euch auch anhören:

Nächtlicher Traum

 

In dieser einen stillen Nacht
erfasste mich mit aller Macht:
Sehnsucht, die mein Herz erfüllte
und meinen Verstand umhüllte,
den Hoffnungsfunken angezündet,
einen süßen Traum mir verkündet.

Gespiegelt in der Wirklichkeit,
vergessen in Raum und Zeit,
zieht ein Gedanke nun hinaus
breitet den Schmerz der Seele aus.
Vergessen sind Lust und Leid,
mein Herz war noch nicht bereit.

Ich lebe und leide tiefen Schmerz,
der sich gräbt in mein wundes Herz.
Und ich wünsche herbei den Tag,
der das Leid von mir nehmen mag.
Mag nun auch die Nacht davon eilen,
doch nichts kann dieses Herz hier heilen.

Siehst du die Sterne dort!
Wie gern wäre ich an jenem Ort,
wo werden alle Träume wahr
und dann wird mir endlich klar,
auch wenn ich es glaube kaum:
du warst nur ein schöner Traum.

 

Dieses Gedicht könnt ihr euch auch anhören: