Für ein neues Leben

 

Lachende Kinder, die im Garten spielen
und manchmal bittre Tränen weinen,
ich will Lachen und Tränen in mir fühlen
und tief in meinem Herzen vereinen.

Das Leben, ein Spiel, eine Suche nach Wahrheit.
Es drängt sich das Dunkel in uns hinein.
Weit ist der Weg, verschwommene Klarheit,
nichts zeigt sich als trügerischer Schein.

Ich gehe nun fort
von diesem öden Ort,
nicht mit dem Fuß,
weil ich hier bleiben muss,
doch es tragen mich Gedanken
und ich werde nicht wanken,
tragen mich hinfort
zu einem lebendigen Ort.

Es zieht mich hinfort zu neuem Leben,
verlassen will ich die Trostlosigkeit.
Ich will ein neues Gewand mir weben
und es tragen zum Beginn der neuen Zeit.

Geläutert nun von außen und innen
wird für uns ein neues Leben beginnen.
Dann schreiten wir mutig zum neuen Ziel,
das Leben zu leben braucht es nicht viel.

Ich gehe nun fort
von diesem öden Ort,
nicht mit dem Fuß,
weil ich hier bleiben muss,
doch es tragen mich Gedanken
und ich werde nicht wanken,
tragen mich hinfort
zu einem lebendigen Ort.

 

 

Mondschatten

 

Weißer Sand zwischen den Zehen,
Rauschen des Meeres im Ohr,
Wind auf meiner Haut
und Mondschatten über mir.

Ich atme die salzige Luft
und mein Blick sucht dich
doch du hörst nicht meine stummen Worte.

Der Mond spiegelt sich in meiner Seele
und ich bin Luna
und ich will dir diese Nacht schenken.

Einen Traum will ich dir gewähren
Für diese eine Nacht.

Den Mondschatten über uns
und auf den Schwingen des Pegasus
in den Himmel tragen
alle Gedanken, Wünsche und Hoffnungen.

Für eine Nacht
zu einem wunderschönen Traum werden
für dich im Mondschatten.

Für eine Nacht
will ich Luna sein
für dich.

Für eine Nacht
im Mondschatten.

 

Spätsommer-Elegie

 

Bald fallen nun leise die bunten Blätter wirbelnd sanft im Wind,
ich weiß, dass jetzt bald die Tage kühler und dunkler sind.
Und ich weiß, dass Zeit und Leben mir stets still entflieht,
und ich frage, ob bis zum Herbst eine sichere Heimat ich find,
denn ich spüre wie alles um mich herum unaufhörlich weiterzieht.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Der Schwan erhebt sein Haupt in königlicher Weise
und auf dem Wasser zieht er majestätisch seine Kreise.
Aus dem Gefieder schwindet das Grau-Braun der Jugendtage.
Als letzen Abschiedgruß bricht die Sonne sich ihr Geleise,
der Sommer, der zu Ende geht, verschwendet letzte Sonnentage.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Spätsommer, er geht vorbei und Herbstgefühl steigt auf in mir.
Müde tragen mich meine Füße langsam nun weit weg von dir.
Abendrot färbt nun den Himmel, leise wiegt der Wind die Bäume,
trägt meine Gedanken, trägt meine Gefühle weit weg von hier.
Und du gehst, lässt mich alleine, was mir bleibt sind stille Träume.
Und bevor der Herbst beginnt, erhebt sich mir die bange Frage.

Gefühle verwirrt, Gedanken, sie kommen, Gedanken, sie gehen.
Die Sehnsucht, sie bleibt. Wann werden wir uns wieder sehen?
Das, was ich verloren habe, werde ich es jemals wieder finden?
Schweigend verlasse ich das Ufer, lausche still dem tiefen Flehen.
Und diese Klage tief im Herzen wird mit Tränen sich verbinden.
Und bevor der Herbst beginnt, erklingt nun meine bange Klage.