Am Sterbebett/Am Grab eines Freundes

 

Am Sterbebett eines Freundes

Warte nur, es sind nur noch Minuten,
vielleicht auch nur Sekunden.
Es bleibt uns keine Zeit!
Warte mein Freund, verlass mich nicht!
Hast Du das Recht mich zu verlassen?
Nein! Geh nicht!

Bleib mein Freund!
Du lässt mich allein zurück,
weißt Du, was Du mir antust?
Freund, das Leben ist so kurz,
doch Du hast Dir die Jahre selbst gestohlen.

Warum hast Du geschwiegen?
Hattest Du kein Vertrauen?
Wie soll ich Dir vergeben?
Lass mich nicht allein auf dieser Welt!

Wir stellen Fragen, finden keine Antwort.
Was ist das: Leben?
Was ist das: Tod?

Warte mein Freund!
Zu spät! Alles vorbei!

 

Am Grab eines Freundes

Alles Schwarz – der Himmel, die Erde.
Wut und Trauer fressen sich in mein Herz.

Ich muss Dir vergeben,
ruhe in Frieden, mein Freund!
Alles Schwarz! Warte!
Ich will Dir folgen! Nein, zu spät!

Man senkt Deinen Sarg in die dunkle Erde,
Du wirst zu Staub, der Du warst.
Nur meine Tränen halten Dich lebendig.

 

Dieses Gedicht könnt ihr auch anhören:

Die Nacht am Grabe

 

Sie steigt herab, die dunkle Nacht
bringt Frieden über deinem Grab,
es leuchtet hell die Sternenpracht
bescheint so still dein tiefes Grab.

Es gingen wohl viele Nächte vorbei,
du fehlst mir in meinem Leben
und immer sehne ich dich herbei,
doch du bist nicht mehr am Leben.

Tränen, die ich an deinem Grab geweint,
Die Tränen, sie sind so still geflossen.
Wir hatten unsere Herzen für ewig vereint,
und für dich hab ich Tränen vergossen.

Und unsere Träume, sie sind nun zerronnen,
unsere Zeit, sie ging viel zu schnell zu Ende,
bevor noch für uns hat das Leben begonnen.
In tiefer Trauer warte ich still auf das Ende.

Im Herzen bleibst du auf ewig bei mir,
ich will die Erinnerung tief in mir wahren,
meine Gedanken, mein Fühlen ist stets bei dir
und ich will dich in meinem Herzen bewahren.

Wir werden uns treffen, in einer besseren Welt,
am Ende der Zeit, wenn die Liebe noch lebt.
Wir werden uns treffen, in einer besseren Welt,
und unsere Liebe, ich weiß, dass sie ewig noch lebt.