Sizilien

Blick in den Krater

Aus verloschenen Kratern
steigt kein Rauch mehr.
Aus verloschenen Kratern
steigt kein Feuer mehr.

Stille, verloschene Glut,
wie in meinem Herzen.
Weinende Seele.
Verloschener Krater.

Im Innern der Erde
glühende Lava.
Im Innern der Erde
tobt ein Orkan.

Feurige, wilde Glut,
wie in meinem Herzen.
Schreiende Seele.
Ausbrechender Vulkan.

Insel meiner Träume

Rauschen des Meeres, salzige Luft,
in der Stille der Dämmerung.
Sanfte Wellen umspielen meine Füße.
Dein Zauber durchdringt mich ganz,

Du Traum.

Durch die schwirrende Luft
schwebt mir mein Traum entgegen.
Die Luft ist heiß,
die Sonne brennt auf mich herab.
Du entzündest mein Feuer.
Dein Zauber durchdringt mich ganz,

Du Traum.

Von dem Dach des Hauses
sehe ich das Meer
ohne Grenze zum Himmel.
Blau in Blau, in Farben
die nur Du malen kannst.
Dein Zauber durchdringt mich ganz,

Du Traum.
Du Insel meiner Träume.

 

 

Im stillen Zauber der letzten Nacht

 

Im stillen Zauber der letzten Nacht
hörte ich die Blätter rauschen,
sah den Mond von Wolken verdunkelt,
roch den Duft voller Blüten,
fühlte den Wind in meinem Haar.

Die Nacht voller Stimmen
und doch voller Schweigen,
mein Herz klopfte heftig,
denn ich hörte deine Stimme
im Rauschen der Blätter
und ich schmeckte die Nacht.

Schritte kamen näher.
Schritte, die nur Dir gehören konnten.
Du brachtest den Duft der Nacht mit,
der in meine Nase stieg
und das Blut in meinem Körper
zum Pulsieren brachte.

Die Hand, die meinen Rücken streichelte
war sanft und weich.
Mein Körper wand sich
und meine Augen funkeln.
Ein heißerer Ton entrang sich meiner Kehle
und meine Krallen zerrissen Dich…

Im stillen Zauber der letzten Nacht.

 

 

Der Zauber einer fernen Nacht

 

Die Nacht verhüllt deinen Zauber,
der Mond taucht dich in Licht.
In deiner Schönheit stehst du vor mir,
und eine Ahnung erreicht mein Herz.
Meine Seele erhebt sich voll Sehnsucht,
unsichtbare Schwingen tragen mich dir entgegen.
Fliehe nicht vor mir, lass dich umfassen,
lass mich in dir ruhen, nur ein Wunsch:
ich möchte dich atmen, ich will dein sein
im Zauber dieser einen Nacht.
Ich folge deinem Weg und Trauer erfasst mich.
Nicht zu fassender Geliebter,
warum fliehst du mich?
Meine Seele weint,
und entschwunden ist
der Zauber einer fernen Nacht.

Sehnsucht verblasst,
Vergessen kommt.
Zeit ist vergangen.
Das Auge müde,
das Haar ergraut.
Ich sehe dich nicht,
ich höre dich nicht,
ich rieche dich nicht,
ich schmecke dich nicht,
ich fühle dich nicht.
Du bist Vergangenheit,
du bist Vergessen.
Kein Gedanke mehr
an dich,
an den Zauber einer fernen Nacht.