Passend zur Jahreszeit gibt es heute eine kleine Geschichte von mir:
Regen im Mai
Es regnet in Strömen. Wie kleine Stromschnellen rauscht das Regenwasser an der Bordsteinkante entlang, um sich am Ende der Straße in großen Pfützen zu sammeln. Mein Mantel ist durchgeweicht und der Schirm kann den Regenschauer kaum abhalten. Das Wasser flutet meine schicken, neuen und sehr teuren Schuhe. Bei dem herrlichen Sonnenschein heute Morgen hatte ich nicht mit Regen gerechnet.Der Arbeitstag war lang genug. Dann der plötzliche Anruf vom Chorleiter für eine kurzfristig angesetzte Probe, die kein Ende fand. Ich bin so müde.
Jetzt wünsche ich mir nur eines: Ein warmes, wohlduftendes Bad um im Schaum versinken, der meinen Körper einhüllt. Später den aromatischen Duft heißen Tees genießen, der in meine Nase steigt und das wärmende Gefühl im Magen, wenn ich den ersten Schluck nehme.
Aber ich wate pitschnass weiter durch den Regen. Verdammt! Was war das? Mein Fuß fühlt sich auf einmal so komisch an. Warum ist mein rechtes Bein plötzlich kürzer?
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© Carola Bach – alle Rechte vorbehalten.
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